Sind Knicklichter zu teuer?

Ich war heute Nachmittag mal in meinem Angel-Laden um mal zu gucken ob es was neues gibt. Ich brauchte nicht wirklich was neues, aber man guckt ja gerne mal. Der Laden ist nicht sonderlich groß, hat aber alles was ich so zum Angeln benötige. Na und da habe ich dann so einen Typen gesehen der sich in der Nähe der Knicklichter aufhielt und die einzelnen Kartons durchwühlte. Ich fragte mich noch: “Was will der denn um diese Jahreszeit mit Knicklichtern. Der will doch bestimmt nicht bei Minusgraden und mitten im Winter Nachtangeln?”
Naja, ich kümmerte mich dann erst Mal wieder um mich und schaute mich weiter um. Aber irgendwie schweifte mein Blick immer wieder zu diesem Typen bei den Knicklichtern, keine Ahnung warum. Plötzlich verschwanden ein paar Tütchen in seiner Jackentasche.

Schnell mal unbezahlt den Eigentümer gewechselt, Knicklichter


Nun denn, ich muss gestehen, ich hatte kurz sehr kurz überlegt ob ich was sagen soll. Wollte was sagen aber da kam schon ein “Was machen sie den da?” und der Typ war gestellt.
Wenn man kein Geld hat, könnte ich es fast noch verstehen, wenn man sich ein Brot oder was weiss ich klaut aber Knicklichter? Der Angelsport ist nicht gerade eines der billigsten Hobbys und wenn ich mir schon keine Knicklichter leisten kann, wie soll ich mir denn das nötigste Geschirr klauen äähhh kaufen können? Wer weiss was ihn geritten hat, vielleicht hat er auch nur den nötigen Kick gesucht. Um eine Anzeige ist er herum gekommen nur ums Hausverbot nicht. Wie dem auch sei, ich komme immer noch nicht damit klar was der mit Knicklichtern vor hatte….hhhmmm?!?!

Aal waidgerecht töten

Ich habe mal gelesen, dass die einfachste und waidgerechteste Art einen Aal zu töten, die Methode des einschläferns per CO2 sein soll.
Man nehme einen Eimer mit etwas Wasser, schütte zwei Flaschen Selter (mit Kohlensäure) hinein und mache einen Deckel drauf. Dann einfach eine Weile warten und der Aal ist tot. Diese Methode soll einige Vorteile haben: Es ist einfach und schnell, der Aal zappelt nicht mehr (die Muskeln haben sich mit CO2 angereichert) und die Wirbelsäule wird nicht beschädigt (Vorteil beim Räuchern).
Das Wichtigste ist, für den Aal ist die Methode schmerzlos, die Aale werden quasi eingeschläfert. Diese CO2-Methode ist übrigens vom Tierschutzgesetz für Wirbeltiere zugelassen.
Ich habe keinerlei Erfahrungen mit dieser Methode und kann mir demnach kein Urteil darüber bilden. Ich nutze immer noch den “handelsüblichen” Wirbelsäulenschnitt.
Auch habe ich schon mal einen Angler beobachtet, der seine Aale mit dem Kopf gegen einen großen Stein schleudert. Keine Ahnung ob das so toll ist, nur sieht der Stein und der Kopf vom Aal doch sehr heftig aus.

Endlich Meerforellen in der Ostsee

Letzte Woche war mein Bruder auf Meerforelle an der Ostsee und siehe da er kam sogar mit zweien nach Hause. Die Temperaturen gingen Ende Februar ein wenig in die Höhe und die Meerforellen bissen. Von einem kleinen Boot aus fing er eine von 65cm und eine von 50cm Länge, beide Meerforellen bissen auf Wobbler, beim Freihand-Schleppen. Auch waren schon Uferangler mit der Spinnrute unterwegs, nur deren Erfolge hielten sich in Grenzen.

Erste Meerforellen-Fänge in der Ostsee


Bei der Gelegenheit hat er auch mit dem ein oder anderen Brandungsangler “gefachsimpelt”. Kaum einer konnte gute Dorsche vermelden und wenn dann nur kleine. Die Dorsche haben sich zum Laichen in tiefere Bereiche zurückgezogen. Nun ist das Wetter ja wieder umgeschlagen und statt guten Fängen ist guter Schnee und tiefe Temperaturen zu vermelden. Es ist wohl besser hier im Blog zu lesen und mit dem Angeln noch eine Weile zu warten.

Koppe, Fisch des Jahres 2006

Das Jahr hat kaum begonnen und schon steht der Fisch des Jahres fest. Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) hat erstmals zusammen mit dem Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) den gleichen Fisch zum Fisch des Jahres gewählt.
Nun ist in Deutschland und Österreich die Koppe (auch: Mühlkoppe oder Groppe) Fisch des Jahres geworden. VDSF und ÖKF wollen damit auf die Gefährdung dieser wenig bekannten, markanten und urigen Fischart hinweisen.

Fisch des Jahres 2006, die Koppe


Die Koppe bewohnt nur sehr saubere , schnell fliessende Flüsse oder Bäche mit steinigem Grund, aber auch in kühlen, sauerstoffreichen Seen kann man sie treffen. Die Koppe ist ein Grundfisch, versteckt sich über Tag zwischen Wasserpflanzen und Steinen und geht erst bei eintretender Dämmerung auf Jagd nach Fischbrut, Bachflohkrebsen und Insektenlarven.
Die Koppe ist ein schlechter Schwimmer und hat keine Schwimmblase, sie bewegt sich ruckartig mit gespreitzten Brustflossen über den Boden.
Man muss schon sehr genau hischauen um eine Koppe überhaupt sehen zu können. Die Färbung des keulenförmigen Körpers ist bräunlich bis dunkelgrau, mit unregelmäßiger Marmorierung, was die Koppe in Ruhestellung auf steinigem Untergrund nahezu unsichtbar macht. Trotz ihrer geringen Größe von maximal 15 Zentimetern wirkt die Koppe recht imposant, was an ihrem großen Kopf und dem breiten Maul liegt. Wegen ihres dicken Kopfes heisst sie im Volksmund auch Bullenkopf.

Fische zurücksetzen -Catch and Release-

Ich stelle mir schon lange die Frage, ist es sinnvoll einen gefangenen Fisch wieder zurückzusetzen? Warum soll man eine Angeltour planen, z.B. auf Hecht und dann den gefangenen Fisch wieder ins Wasser zurücksetzen. Gehe ich denn Angeln um Fische zu fangen, sie zu fotografieren und dann wieder ins Gewässer abgeben. Sicherlich ist es für den Fisch eine Stresssituation, wenn er am Haken hängt und ums blanke Überleben kämpft, aber warum soll man ihn dann wieder zurücksetzen?

In England gang und gebe, Catch and Release


Wenn ich eine Angeltour auf Hecht plane, habe ich auch eine Verwendung für den Fisch. Ich habe im vergangenem Jahr einen Hecht von 74cm und einen netten Zander von 81cm gefangen. Danach war für mich auch Schluß mit dem Ansitzen auf Hecht und Zander. Beide Fische sind bei uns letztendlich auf dem Eßtisch gelandet.
Sicherlich kann man nicht ausschliessen, mal “aus Versehen” einen Weiteren zu fangen. Der wäre aber ganz sicher auch im Speiseplan aufgetaucht.
45 Aale und über 80 Heringe sind letztes Jahr in meinem Gefrierschrank und letztendlich in der Räuchertonne gelandet. Nicht ein Fisch ist nur zur Freude gefangen worden und sollte es mal zuviel Fisch werden, ist die Angelsaison eben beendet!
Wenn man nun sagt, der Hecht ist äusserst rar und es wäre von Vorteil ihn nicht zu fangen und anschliessend zu töten, gehe ich gar nicht auf Hecht!
Es ist vielleicht ein strittiges Thema. Ich für meinen Teil angel aus Spass an der Angelei und weil ich Fisch mag. Fische, wie Brassen mag ich nicht und deshalb versuche ich auch nicht, welche zu fangen. Sollte mal ein Fisch an der Angel landen, den ich nicht möchte, setze ich ihn selbsverständlich zurück, nur das kommt äusserst selten vor.

Angeln am Forellensee

Am gerstrigen Samstag (04.03.06) bin ich mal zu einem Forellensee gefahren, nicht um zu angeln nur mal zum gucken und um evtl. etwas klug zu schnacken :-) . Es war richtig kalt und ständig am schneien und ich hatte mir eigentlich kaum Hoffnung gemacht, jemanden beim Angeln anzutreffen. Aber siehe da, es waren immerhin drei Angler vor Ort. Der Forellensee war teilweise mit einer recht dünnen Eisschicht bedeckt. Aber an einigen stellen waren “Belüfter” im Wasser, so dass an diesen Stellen das Angeln problemlos möglich war.
Nachdem ich mich schön eingepackt hatte, zog ich ab in Richtung der Angler. Ich sprach die einzelnen Angler kurz an wie es aussieht, keiner konnte mir eine Fangmeldung machen. Der letzte Angler vor den dreien war ein etwas älterer Herr, der unglaublich aber wahr, mit einer alten Zündapp und Anhänger am Angelsee war.

Der Forellensee “Alt Duvenstedt” bei Rendsburg


Ich sprach ihn an und es sollte sich herausstellen, dass er ein wahrer Forellensee-Profi ist. “Ich angle nur hier und das so oft ich kann, schliesslich bin ich Rentner und bei gutem Wetter begleitet mich sogar meine Frau”, sagte er. Auf meine Frage wie es denn mit der Fängigkeit in dieser Jahreszeit aussieht, antwortete er mir nur, “geht so”.
Er war noch nicht lange am See und hatte auch noch keine Rute fertig “erst Mal muss die Tiefe ausgelotet werden”, sagte er aber er tat es nicht. Warum auch?…schliesslich ist er so oft er kann an diesem See und so war es auch er teilte mir mit, dass er nicht loten brauch, da er jede erdenkliche Stelle am See auswendig kennt, somit auch die Wassertiefen.
Er teilte mir mit, dass man sich hier an diesem See keine Sorgen um die Standplätze der Forellen machen brauch. Die Forellen verteilen sich meist auf der gesamten Fläche, bleiben in der Regel aber nah am Grund. Also ähnlich wie im Sommer, nur das sich die Forellen im Sommer durch
Oberflächen-Aktivitäten bemerkbar machen.
Der Angelsee in Brekendorf ebenfalls nahe Rendsburg


Er machte sich zwei 3,30 Meter-Ruten von Cormoran zurecht, die Rollen kannte ich nicht, waren aber schon etwas betagt und stellte die Pose auf ca. 3,50m ein und bestückte die Haken mit einer Paste. Dan warf er aus und bot ,mir einen Kaffee an. Er hatte mich offenbar erwartet, warum sollte er sonst einen zweiten Becher mit im Sortiment haben? :-) .
Nach einer Zigarettenlänge und dem Kaffee verabschiedete ich mich, es war einfach zu ungemütlich am See. In dieser Zeit hatte er einen Biß aber das wars auch und bei den anderen sah es auch nicht anders aus.
Das war einen nette Bekanntschaft, ich denke im Frühjahr werde ich, wenn der Schnee endlich mal weg ist, auch mal an diesem See fahren und vielleicht trifft man sich dann ja wieder.

Kann die Vogelgrippe auch auf Fische übergehen?

Die Vogelgrippe machte ja bekantlich auch vor Deutschland keinen Halt und ist inzwischen schon in fünf Bundesländern aufgetreten. Sogar eine Katze ist am H5N1-Virus gestorben. Nun fragt man sich, mit Recht, kann die Vogelgrippe auch auf Fische übergehen und kann ich überhaupt in Gewässern Angeln wo die Vogelgrippe aufgetreten ist?
Für den Menschen ist, laut Experten, eine Ansteckung durch den Virus H5N1 äußerst gering. Die Übertragung vom Vogel zum Menschen erfolgte in den meißten Fällen durch direkten Kontakt mit erkranktem oder totem Geflügel.
Hierzu mal ein paar kleine “Verhaltensregeln” für Angler:
Tote oder erkrankte Wasservögel nicht berühren. Sollte es trotzdem zum Kontakt kommen, Hände waschen und Kleidung in die Waschmaschine.
Tote oder erkrankte Tiere sofort der Polizei melden.
Die Viren sind im Freien nur beschränkt Lebensfähig. Regenwasser und Sonnenlicht tragen zur Abtötung bei.
Fische können und werden nicht von dem Influenza-Virus befallen werden. Da Fische auch wechselwarme Tiere sind, können wir uns auch nicht mit infektiösen Fischkrankheiten anstecken.
Also, an Gewässern mit Wasservögeln (wohl überall), kann bedenkenlos geangelt werden.

Freilaufrolle von Spro

Wer mit dem Gedanken spielt sich eine Freilaufrolle zuzulegen, der sollte sich mal die Freilaufrolle von Spro anschauen. Genauer gesagt, die Spro Hardliner LCS 6000.
Ich war auf der Suche nach einer geeigneten Rolle für die Eider, die ich aber auch ohne weiteres am Kanal verwenden kann. Ich hatte nicht unbedingt an eine Freilaufrolle gedacht, doch der nette Verkäufer riet mir zu dieser Rolle und ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden mit der Rolle. Sogar so zufrieden, dass ich jetzt nur noch diese Rollen benutze.
Es gibt insgesamt vier verschiedene Versionen, angefangen von der kleinsten LCS 6000 bis hin zur LCS 650, mit einer Schnurfassung von 240/0,33.
Ich habe die 640, die ich mit 0,30er Schnur als “Spulenfüller” und mit ca. 150m 0,17er Berkley FireLine, meiner Meinung sehr gut wenn nicht die beste geflochtene Schnur zum Allround-Angeln.
Ich nutze die Rolle auch zum Spinnangeln auf Hecht, kurz gesagt ich nutze sie für jegliche Art der Angelei, natürlich nicht zum Angeln in Nord- und Ostsee, aber das versteht sich ja von selbst

Edles Design, die Spro Hardliner LCS 6000-Serie

Hier mal ein paar Daten:
5+1 Kugellager, ein sehr gutes Freilaufsystem, sehr fein einstellbare Kopf- und Heckbremse, großes Schnurlaufröllchen, sehr starke Aluminium CNC Kurbel mit extra großen Kurbelknopf.
Die Spule, wie auch die Ersatzspule sind beide Weitwurfspulen aus Aluminium mit Abwurfkante. Die Übersetzung ist bei meiner 640er 5,1:1.
Nun zum Preis, ich habe in meinem Angelgeschäft 39,95 Euro bezahlt und finde diesen Preis äusserst günstig.

Tierschützer verklagen Teilnehmer des Angel-Woche Wettbewerbs

Wie vielen regelmäßigen Lesern der Angel Woche bekannt sein dürfte, veranstaltete das Blatt einen Wettbewerb woraus “Deutschlands bester Angler” gefunden werden sollte.
Nun haben radikale Tierschützer der Tierschutz-Organisation Peta die beiden Spitzenreiter des Wettbewerbs wegen “Tierquälerei” angezeigt. Die Begründung lautet: Den Beschuldigten müsste bekannt sein, dass diese Art des Wettkampf-Angelns und das Töten, ohne vernünftigen Grund verboten sei, also einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstelle. Nun hat die Staatsanwaltschaft Ellwangen die Ermittlungen gegen die beiden Angler aus Magdeburg und Ellwangen aufgenommen.
Da haben sich die Tierschützer aber nicht richtig informiert, denn es handelte sich nicht um ein richtiges Wettangeln, die ja bekanntlich nicht mehr erlaubt seien.
Nun hat sich der Chefredakteur der Angel-Woche Rolf Schwarzer zu dieser Geschichte geäussert:

“Die kommen damit nie durch, weil die Anklage einfach schlampig recherchiert ist. Die Fische sind alle in der Küche gelandet, keiner ist zurückgesetzt worden.”

Na, da hätten die Damen und Herren von Peta vielleicht mal 1,95 Euro in eine Angel Woche -Ausgabe inverstieren sollen. Bei diesem Wettbewerb, “Deutschlands bester Angler” wird nämlich nach einem Allround-Angler gesucht, der die größten Exemplare von Hecht, Aal und Karpfen fängt und das alles innerhalb von einem Jahr.

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