Booms, Bleie und Montagen für die Meerangelei

Die Meerangelei ist ohne Booms, (Abstandhalter) nicht mehr denkbar. Auch die Bleie haben sich in der Vergangenheit stark verändert. Das alles muss richtig montiert und gefischt werden.

Heute gibt es für die Meerangelei eine Menge von Zubehör, das hilft, den Köder dahin zu bringen, wo die Fische stehen und den Köder attraktiv präsentiert. Das Zubehör ist nicht nur praktisch, sondern es erhöht auch den Fangerfolg.

Bleie für das Salzwasser
Die Wahl des richtigen Bleigewichtes ist wichtig für die Bootsangelei und das Brandungsfischen. Viele Angler kennen nur de folgende regel: Je tiefer das Wasser und je höher sie Wellen, desto schwerer sollte das Gewicht sein. Wer sein Meeresköder einfach vom Boot aus in die Tiefe gleiten lässt, für den mag diese Regel zutreffen. Für das Naturköderangeln vom Boot aus haben sich eiförmige oder konische Bleie im Gewicht von 170 - 900 g etabliert.
Für das Bodenfischen über sehr tiefen Angelgründen in starker Strömung benutzen einige Angler eine Drahtschnur. Die Drahtschnur ist viel dünner als Nylon bei gleicher Tragkraft. Sie setzt der Strömung weniger Druck entgegen. Man kann also mit weniger Bleigewicht den Köder auf dem Boden halten.
Im Gegensatz zu Nylon dehnt sich Drahtschnur nicht. So kann man Bisse wesentlich schneller anhauen, auch in sehr tiefem Wasser. Um effektiv arbeiten zu können, muss die Drahtschnur sehr genau auf das andere Gerät abgestimmt werden. Wer in der Nordsee oder dem Atlantik auf eine Fischtour geht, sollte den Kapitän um Rat fragen, oder der Köder wird nie den Angelgrund erreichen.

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Perfekt für den Forelensee - Die 310 XE von Mitchell

Besonders beim Schleppangeln am Forellensee müssen Rollen Schwerstarbeit verrichten: kilometerweise werden die Köder durch Wasser geschleppt. Dann soll die Schlepp-Rolle noch möglichst klein und leicht sein, damit das Equipment nicht aus der Balance gerät. Solch ein kleiner, zuverlässiger “Schwerarbeiter” ist die 310 “XE” von Mitchell. Die Übersetzung von 5,1:1 ermöglicht ein feines und langsames Schleppen. Für Laufruhe sorgen 7 Kugel- und 1 Walzenlager. Bemerkenswert groß und fein einstellbar sind die Bremsscheiben - dünne Schnur geht ruckfrei von der Spule, nur so fängt man kapitale Forellen.

Klein aber fein, die Mitchell 310 XE

Technische Daten:

  • Schnur: 180 m 0,18er
  • Alu-Spule
  • Ersatz-Spule
  • Übersetzung: 5,1:1
  • Gewicht: 194 g
  • 7 Kugellager + 1 Walzenlager
  • Preis: ca. 75 Euro

Quelle: Angel Woche

Süddeutschlands größte Angelmesse

Vom 01.-04. März 2007 läuft wieder die Aqua-Fisch, eine internationale Fachausstellung für Angelfischerei und Fligenfischen. Alles rund ums Angeln und Fliegenfischen auf über 6.000 m². Unter anderem sind neben den üblichen Neuheiten, Vorträge und Reiseberichte von Uli Beyer, Christoph Hüser, Torsten Ahrens, AuWa Thiemann und anderen zu bestaunen. Täglich finden 8 Vorträge statt, die im Eintrittspreis von 9 Euro enthalten sind. Auch werden, wie gewohnt, mehrmals täglich Köder- und Wobblervorführungen stattfinden. Zudem geben uns Karl-Heinz Kauling, Hans-Jürgen Baum und Sascha Pütz Einblicke in das Fliegenbinden und dem Rutenbau. Mehrmals am Tag finden Vorführungen am Flyfishing-Pool statt.

Mr. Fish’n’ Fun AuWa Thiemann wird auch bei der Aqua Fish zugegen sein


Die 16. Aqua-Fisch läd passionierte Angler und solche die es noch werden möchten zum Staunen, Testen und informieren nach Friedrichshafen ein. Tolle Einkaufsmöglichkeiten an allen Messetagen.

Eintritt 9€, Öffnungszeiten: 9:00- 18:00 Uhr

Neue Messe Friedrichshafen
Neues Messegelände
88046 Friedrichshafen
Telefon: 0203 45045-0

Bild: Fish’n’ Fun

Angeln auf Hecht

Der Hecht ist ein bei Anglern überaus beliebter Süßwasserraubfisch. Doch so zäh er auch aussehen mag - von unerfahrenen Anglern wird er oft mit falschem Gerät verletzt und selten auch getötet.

Die Hechtangelei wird von vielen Anfängern als eine Art Beigabe zu einem normalen Angeltag angesehen. Man nimmt halt eine alte Bootsrute mit, hängt einen Köderfisch ins Wasser und wartet ab, “ob sich etwas tut”. Das dies die falsche Einstellung zum Hechtangeln ist, sei hier nur für die wenig unbelehrbaren erwähnt.
Hechte schlucken den Haken oftmals sehr tief und wenn die Schnur reißt, bleibt der Haken tief im Schlund sitzen - ein qualvoller Tod. Moderne Hechtangler, für die Natur- und Tierschutz keine Fremdworte sind, kennen die Lösung: Den Hecht darf man nicht schlicken lassen.

Geeignete Fangmethoden
Es gibt drei Hauptfangmethoden auf Hecht: mit der Spinnerangel, mit totem Köderfisch und mit lebenden Köderfisch, letzteres ist in Deutschland und weiten Teilen Europas selbstverständlich verboten. Für Hechtneulinge ist die Methode mit dem toten Köderfisch am einfachsten.
Dabei muss selbst eine einfache Ausrüstung zum Angeln mit totem Köderfisch einige Spezialgegenstände enthalten. Die Rute sollte sehr kräftig sein. Am besten eignen sich Ruten mit einer testkurve von 21/4 lb. Die meisten Karpfenruten sind gut geeignet, allerdings kann man mit Ruten, die eine besonders weiche Aktion haben, keine schweren Köder weit auswerfen. Karpfenruten mit progressiver Aktion von etwa 3 m Länge sind kan gut brauchbar - noch besser jedoch sind Hechtruten von 3 bis 3,70 m Länge.

Es sind sogar Ruten mit einer Testkurve von bis zu 23/4 lb zu empfehlen. Das klingt ungefähr nach der Empfindlichkeit eines Baumstammes, aber gute Hechtruten wie diese besitzen eine ausgezeichnete Spitzenaktion. Mit ihnen lassen sich große Köder auswerfen und kapitale Hechte landen.
Deutlich robuster und kräftiger als normale Angelrollen sollte die Hechtrolle ausfallen. Am leichtesten geht das Hechtangeln mit einer Stationärrolle mit großem Schnurfassungsvermögen, besspult mit einer Schnur von 4,5-6,8 kg (0,30-0,35 mm) Tragkraft.

Posen und Schnüre
Wer mit einer Pose auf Grund angeln oder den toten Köderfisch frei im Wasser anbieten möchte, braucht Spezialgerät. Hechtlaufposen eignen sich zum Bodenangeln und zum Angeln in beliebiger Wassertiefe gleichermaßen. Bei großen toten Köderfisch muss man die Pose entsprechend groß und mit viel Auftrieb wählen. Eine bleistiftförmige Pose zum Angeln mit totem Köderfisch eignet sich bestens zum Bodenangeln - sie wird mit einem Stopper oberhalb der Pose und mit einer Perle auf Position gehalten.
Die Hauptschnur sollte eine Tragkraft von 4,5-6,8 kg aufweisen und über einen Wirbel über einen 45-50 cm langen Stahlvorfach mit 9 kg Tragkraft verbunden werden. Hechte können eine normale Schnur durchbeißen und entkommen dann mit Drilingshaken im Körper.
Den toten Köderfisch befestigt man mit zwei 8er Drillingshaken an der Schnur, die mit einem 7,5 cm langen Stück Stahlvorfach verbunden werden. Den toten Köderfisch ködert man an die beiden Drillinge an. Um zu gewährleisten, dass der Köder auch bei weiten Würfen nicht wegfliegt, bindet man ihn zusätzlich am Schwanz an.


Haken in Schwanznähe
Da der Hecht in der Regel einen Fisch vom Kopf her schluckt, sollten die Haken möglichst in Schwanznähe sitzen. Auf diese Weise nimmt der Hecht die Haken nicht so tief- Ein Hecht, der geschluckt hat, ist so gut wie tot.
Am besten lässt man nur den Widerhaken an der Hakenspitze stehen, die der Befestigung des Köderfisches dient und feilt die anderen beiden Widerhaken ab oder drückt sie mit einer Zange zusammen. der Hecht wird so leicht gehakt und die Verletzungen sind nicht so schlimm, sollte er doch einmal tief schlucken.

Rachensperre oder nicht?
der erste große Hecht ist an der Angel - doch wie gehts nun weiter? Für die Landung benutzt man am besten einen großen, weichmaschigen Unterfangkescher ohne Maschenknoten. Als Hakenlöser eignet sich eine etwa 20 cm lange gerade Arterienklemme.
Wer es unbedingt möchte, kann die kräftigen Hechtkiefer beim Hakenlösen mit einer Rachensperre offen halten . ein dem Fisch nicht wirklich zu empfehlendes Instrument. Überzieht man die scharfen Enden mit Gummi oder Kork, verringert sich die Verletzungsgefahr für das Hechtmaul.

Die Isar

Zu den bekanntesten Angelstellen in Deutschland zählen die Staustufen der großen Flüsse im Süden. Der Bericht beginnt bei Dingolfing. Kapitale Raubfische lassen sich hier ebenso fangen wie kapitale Friedfische.

Der Isarstau bei Dingolfing ist in den fünfziger Jahren entstanden. Damals wurde das Flußbett verbreitert, vertieft und anschliessend geflutet. Es wurde ein Paradies für Angler: Artenreichtum, kapitale Fische und eine idyllische Landschaft.
Weiter flußaufwärts gibt es weitere interessante Streckenabschnitte, für die Gastangler abenfalls eine Erlaubnis bekommen können. Rotaugen, Aland, Brassen sowie Karpfen sind Hauptbeute, aber kein reines Friedfischgewässer! Der Dingolfinger Isarabschnitt beherbergt auch Raubfische: große Hechte, Zander und Aale.
Auch Welse, oft sogar kapitale Exemplare, wurde schon gefangen. Die gröten in der Isarstau gefangenen Waller liegen in etwa in der Nähe der 100 Pfund-Schallmauer. Karpfen und Hechte erreichen Gewichte um die 30 Pfund und wer auf Aland fischt, sollte sich auf kapitale Fünfpfünder einstellen.

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Die Sinne des Fisches

Wie nehmen Fische ihre Umwelt war, was lockt sie an, und was schreckt sie ab? Der erfolgreiche Angler kann sich in die Fische geradezu hineinversetzen, weil er ihre Sinne und deren Funktion kennt.

Das Gehirn des Fisches mag klein sein, aber an das Leben im Wasser sind diese Tiere bestens angepaßt. Sie besitzen die Fähigkeit, Nahrung und Gefahren gleichermaßen sicher zu erkennen, weshalb wir sie einerseits fangen, ihnen andererseits unsere Anwesenheit nicht verheimlichen können. Die meisten Fische können sehen, riechen, schmecken und fühlen - manche sogar hören.

Wie ein Fisch sieht
Wasser absorbiert Licht viel stärker als Luft, besonders, wenn es trüb ist. Daher ist das Sehvermögen unter Wasser oft entbehrlich - entsprechend schlecht sehen viele Fische.
Da die Augen vieler Fischarten an beiden Seiten des Kopfes sitzen, haben Fische eine Rundumsicht. Entfernungen allerdings lassen sich nur dann richtig abschätzen, wenn beide Augen in die gleiche Richtung blicken können. Der von beiden Augen erfaßte Bereich befindet sich direkt vor dem Fisch. Für diese Zone hat das Auge des Fisches zahlreiche Sehrezeptoren; außerhalb nimmt er lediglich Bewegungen genau wahr - auch die des Anglers.
Raubfische wie der Hecht jagen nach Sicht; ihre Augen sitzen am Kopf weit vorn und dicht beieinander. Dadurch überschneiden sich die beiden Gesichtsfelder und der Raubfisch ist in der Lage, Entfernungen präzise einzuschätzen und sich an die Beute heranzupirschen.
Für schwarbildende Fische wie Rotaugen ist gutes Sehvermögen nicht so wichtig und ihre Augen liegen beiderseits des Kopfes. Dadurch entsteht ein umfassendes Gesichtsfeld, das vor allem eine gute Bewegungswahrnehmung ermöglicht - eine sinnvolle Einrichtung für Fische, die dem Schwarm folgen und sich zugleich vor Raubfischen hüten müssen.

Andere Sinne
Wasser leitet sehr gut Gerüche. Die meisten Fische haben einen sehr gut ausgeprägten Geruchssinn, der in zwei beiderseits des Mauls befindlichen Nasenlöchern angesiedelt ist. Wels beispielsweise verlassen sich bei der Jagd hauptsächlich auf ihrem Geruchssinn.
Geschmacksknospen finden sich nicht nur im Fischmaul. Katzenwelse können mit ihrer Haut Freßbares von Unverwertbaren unterscheiden. Viele Fische besitzen in ihren Barteln Geschmacksknospen, mit denen sie ihre Nahrung erst aufspüren und vor den Fressen erst probieren.
Auch die Haut ist empfindlich, deswegen sollte man einen Fisch nicht lange in der Hand behalten - dies ist für den Fisch unangenehm und sogar quälend.

Die Seitenlinie der Rotaugen ist sehr empfindlich für Erschütterungen. Sie hilft Schwarmfischen, ihre Artgenossen zu erkennen und warnt sie vor typischen Raubfisch.Bewegungen.


Die Seitenlinie reagiert über winzige Öffnungen sehr sensibel auf Erschütterungen. Mit Hilfe dieses Sinnesorgans können Fische Bewegungen im Wasser wahrnehmen uns so ihren Feinden entkommen oder Nahrung finden. Da Wasser jede Erschütterung sofort weiterleitet, kann bereits ein Stolpern am Ufer die Fische im weiten Umkreis auf die Anwesenheit eines Anglers aufmerksam machen.

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