Angeln auf Karpfen – Teil 3

Köder und Haken beim Karpfenangeln

Haken und Köderbefestigung

Beim Angeln auf Karpfen kann man zwei verschiedene Köderbefestigungen verwenden. Man kann den Köder direkt auf den Haken ziehen. Der Haken ist dann vom Köder komplett bedeckt. Die andere Variante lässt den Haken komplett leer. Der Köder wird an einem Haar, also an einem Stück Schnur, welches an den Hakenschenkel gebunden ist befestigt. Der Köder wird dann vom Karpfen eingesaugt und zieht den Haken hinter sich her.
Bei der Wahl zwischen diesen beiden Möglichkeiten sollte man jedoch auch den gewählten Köder berücksichtigen mit dem man angeln möchte. Bei sehr harten Köder wie Boilies darf man den Boilie nicht direkt auf den Haken ziehen. Nur sehr weiche Köder wie Mais oder Tauwurm dürfen auf den Haken gezogen werden. Denn bei einem Anschlag muss der Haken vom Köder rutschen und sich in das Fleich des Fisches bohren.

Wahl des Köders zum Karpfenangeln

Wenn man einen Karpfenangler nach Köder fragt, so hört man sofort das Wort Boilies. Es gibt inzwischen eine unüberschaubare Menge an Boiliefarben, Größen und Geschmacksvarianten. Boilies sind einfach in der Handhabung, leicht mitzuführen und halten sehr gut am Haar. Auch nach 24 Stunden im Wasser halten die Boilies noch superfest. Dies sind wohl die Gründe weshalb sich der Boilie zum Topköder beim Karpfenangeln entwickelt hat.
Jedoch ist die Palette der Möglichkeiten viel größer. Erfolgreiche Köder sind beispielsweise:
Frolic (Hundefutter), Dosenmais, Hartmais, Käsewürfel, gekochte Kartoffeln, Tauwürmer, Tigernüsse, Teig, Weissbrot und viele mehr. Hier heißt es einfach mal experimentieren und neue Köder ausprobieren. Selbst mit Gummibärchen werden nicht selten Karpfen gefangen. Beim Karpfenangeln wird Phantasie belohnt.

Angeln auf Karpfen – Teil 2

Montagen zum Angeln auf Karpfen

Laufbleimontage

Die Laufbleimontage ist beim Karpfenangeln wohl am weitesten verbreitet. Der Aufbau ist eigentlich recht simpel. Man fährt mit der Hauptschnur durch ein Inlineblei oder durch die Öse am Birnenblei. Dann zieht man eine Gummiperle auf die Schnur und knotet einen Wirbel an. In dieses hängt man einen Karpfenhaken ein. Das war es eigentlich schon.
Das Blei ist also auf der Hauptschnur frei beweglich. Beim Biss eines Karpfen kann dieser ohne Widerstand mit dem Köder wegschwimmen da das Blei auf dem Gewässergrund liegen bleibt und nur die Schnur durch das Blei läuft. Dadurch spürt der Karpfen keinen Widerstand und spuckt den Köder nicht wieder aus. Das Gewicht des Bleies kann man nach seinen Vorlieben wählen. Man sollte einfach experimentieren mit welchem Gewicht man am besten werfen kann. Zu empfehlen ist ein Gewicht von 20-80 Gramm. (weiterlesen…)

Angeln auf Karpfen – Teil 1

Der Karpfen ist ein kampfstarker Fisch, der beim Drill Material und Angler fordert. Der Drill eines kapitalen Karpfen ist ein imposantes Erlebnis, an das man sich gerne erinnert. Die Konzentration beim Zusammenbau einer optimalen Montage, der Adrenalinschub beim Biss, der Nervenkitzel beim Drill und die Erleichterung, wenn der Kescher den Karpfen umschließt. Karpfenangeln ist wohl die schönste Art des Angelns überhaupt. Jedoch gibt es einiges an Wissen, das man haben sollte bevor man beim Karpfenangeln erfolgreich sein wird. Im Folgenden werde ich einen kurzen Crashkurs zum Angeln auf Karpfen geben. Ich werde die wichtigsten Dinge erklären, die man über das Karpfenangeln wissen sollte, um das Erlebnis beim Drill eines Karpfen bald selbst zu erleben.

Tackle zum Karpfenangeln

Die Rute

Beim Karpfenangeln verwendet man Ruten mit einer Länge von 3-4 Metern. Diese Länge ist ideal, um den Köder gut auswerfen und den Karpfen sicher landen zu können. Die Rute hat beim Drill des Karpfens die Aufgabe, die Schläge mit dem Kopf und die kurzen Fluchten abzufedern. Zudem bietet sie uns aufgrund ihrer Länge die Möglichkeit die Richtung beim Drill eines Karpfens vorzugeben. Wir können also den Karpfen von Hindernissen wie Seerosenfedern und Krautbänken fernhalten.
Meist werden beim Karpfenangeln höhere Bleigewichte verwendet. Der Grund dafür ist, dass man mit einem Blei von 30-100 Gramm sehr weit werfen kann. Mit Weitwurfruten sind Entfernungen von bis zu 120 Meter möglich. Dadurch kann man Stellen befischen, die sonst nur mit einem Boot erreichbar wären. Um jedoch solche Bleie werfen zu können, sollte die Rute dafür geeignet sein. Ein Wurfgewicht von 60-100 Gramm ist zum Angeln auf Karpfen optimal. (weiterlesen…)

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