Angeln auf der Nordseeinsel Helgoland

Helgoland liegt 70 km vor der Küste. Hier kommen Fischarten vor, die in deutschen Gewässern sonst kaum zu fangen sind.
Das Angeln auf Helgoland lässt sich vielseitig gestalten. Neben vielen Küstenangelnmöglichkeiten gibt es Hochseeangefahrten. Die Top-Stelle auf der Düne ist die i-Punkt-Mole, aber auch die Aussenmole des Dünenhafens ist ein beliebter Angelplatz. Hier verbringen die Angler die meisten Abende auf Plattfisch und Aal. Weitere gute Plätze auf der Düne liegen unterhalb der i-Punkt-Mole und am Dünendamm.
Wer auf der Insel selbst bleibt, findet gute Brandungs- und Molenangelmöglichkeiten an der Süd- und der Ostmole am Südhafen des Unterlandes. Dabei ist zu beachten, dass nur die Aussenseiten der Molen beangelt werden dürfen.
Die Liste der Fischarten, die von Land aus gefangen werden können, ist lang: Dorsch, Wittling, Flunder, Scholle, Kliesche, Steinbutt, Aal, Aalmutter, Stöcker (Bastardmakrele), in den Sommermonaten ausserdem Hornhecht, Makrele und sogar Meeräsche.

Hier geschützt: der Wattwurm
Der beste Naturköder für die meisten Fischarten ist der Wattwurm, der allerdings auf Helgoland nicht gegraben werden darf. Deshalb sollte man vorsorgen und sich Wattwürmer mitbringen, die man ständig mit frischem Meerwasser versorgt. Wem das zu aufwändig ist, der findet in Sandspierlingen einen hervorragenden Ersatzköder. Man fängt sie am Strand mit einem kleinen Kescher. Je nach benötigter Größe sind sie ganz, halbiert oder als Fetzen geschnitten zu verwenden. Im Übrigen sind Fetzen der weißen Unterseite von Plattfischen oder Makrelenfetzen gute Köder.
Auf Dorsch, Wittling, Plattfisch, Aalmutter und Aal fischt man in der Regel mit der Bodenbleimontage, mit einem Bleigewicht zwischen 40 und 120 g - je nach Strömung bzw. Brandung - sowie einem Paternostersystem mit Butthaken. Häufen sich die Hänger im steinigen Grund oder machen Krabben das Angeln unmöglich, kann man den Köder mit einer gut sichtbaren Pose auch über dem Grund anbieten, denn weite Würfe sind oft gar nicht nötig.

Hornhechte werden ebenfalls mit der Pose befischt; der Fetzenköder sollte in ein bis zwei Meter Tiefe angeboten werden. Dorsch, Hornhecht und Makrele lassen sich auch gut an der mittelschweren Spinnrute mit kleinen Pilkern oder Blinkern zwischen 20 und 60 g fangen. Beim Dorschfang ist es entscheidend, den Köder in Grundnähe zu führen, während der Hornhecht nur im Oberflächenwasser auf Blinker geht. Hat man Glück und erwischt einen Makrelenschwarm, heißt es ausprobieren und den Köder in unterschiedlichen Tiefen führen. Für diesen Fall sollte man ein Makrelenvorfach mit Federhaken in der Tasche haben, an deren Ende ein Pilker befestigt wird.
Für den Meeräschenfang benötigt man ultrafeines Gerät. Mit einer kleinen durchsichtigen Wasserkugel, Haken der Größe 12-14 und einer 0,18er Schnur kann man die vorsichtigen Fische überlisten.

Comments

  1. Oktober 2nd, 2007 | 11:39 am

    Kann Helgoland auch nur loben zum Fischen ist es fast ein kleiner Traum. Vorallem da ich ein Fan von Steinbutt und Aal bin. Allerdings sind mir Dorsche und auch keine Flundern vor die Angel gekommen. War aber auch nur zwei Tage da.

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