Angeln auf Hecht
Der Hecht ist ein bei Anglern überaus beliebter Süßwasserraubfisch. Doch so zäh er auch aussehen mag – von unerfahrenen Anglern wird er oft mit falschem Gerät verletzt und selten auch getötet.
Die Hechtangelei wird von vielen Anfängern als eine Art Beigabe zu einem normalen Angeltag angesehen. Man nimmt halt eine alte Bootsrute mit, hängt einen Köderfisch ins Wasser und wartet ab, “ob sich etwas tut”. Das dies die falsche Einstellung zum Hechtangeln ist, sei hier nur für die wenig unbelehrbaren erwähnt.
Hechte schlucken den Haken oftmals sehr tief und wenn die Schnur reißt, bleibt der Haken tief im Schlund sitzen – ein qualvoller Tod. Moderne Hechtangler, für die Natur- und Tierschutz keine Fremdworte sind, kennen die Lösung: Den Hecht darf man nicht schlicken lassen.
Geeignete Fangmethoden
Es gibt drei Hauptfangmethoden auf Hecht: mit der Spinnerangel, mit totem Köderfisch und mit lebenden Köderfisch, letzteres ist in Deutschland und weiten Teilen Europas selbstverständlich verboten. Für Hechtneulinge ist die Methode mit dem toten Köderfisch am einfachsten.
Dabei muss selbst eine einfache Ausrüstung zum Angeln mit totem Köderfisch einige Spezialgegenstände enthalten. Die Rute sollte sehr kräftig sein. Am besten eignen sich Ruten mit einer testkurve von 21/4 lb. Die meisten Karpfenruten sind gut geeignet, allerdings kann man mit Ruten, die eine besonders weiche Aktion haben, keine schweren Köder weit auswerfen. Karpfenruten mit progressiver Aktion von etwa 3 m Länge sind kan gut brauchbar – noch besser jedoch sind Hechtruten von 3 bis 3,70 m Länge.
Es sind sogar Ruten mit einer Testkurve von bis zu 23/4 lb zu empfehlen. Das klingt ungefähr nach der Empfindlichkeit eines Baumstammes, aber gute Hechtruten wie diese besitzen eine ausgezeichnete Spitzenaktion. Mit ihnen lassen sich große Köder auswerfen und kapitale Hechte landen.
Deutlich robuster und kräftiger als normale Angelrollen sollte die Hechtrolle ausfallen. Am leichtesten geht das Hechtangeln mit einer Stationärrolle mit großem Schnurfassungsvermögen, besspult mit einer Schnur von 4,5-6,8 kg (0,30-0,35 mm) Tragkraft.
Posen und Schnüre
Wer mit einer Pose auf Grund angeln oder den toten Köderfisch frei im Wasser anbieten möchte, braucht Spezialgerät. Hechtlaufposen eignen sich zum Bodenangeln und zum Angeln in beliebiger Wassertiefe gleichermaßen. Bei großen toten Köderfisch muss man die Pose entsprechend groß und mit viel Auftrieb wählen. Eine bleistiftförmige Pose zum Angeln mit totem Köderfisch eignet sich bestens zum Bodenangeln – sie wird mit einem Stopper oberhalb der Pose und mit einer Perle auf Position gehalten.
Die Hauptschnur sollte eine Tragkraft von 4,5-6,8 kg aufweisen und über einen Wirbel über einen 45-50 cm langen Stahlvorfach mit 9 kg Tragkraft verbunden werden. Hechte können eine normale Schnur durchbeißen und entkommen dann mit Drilingshaken im Körper.
Den toten Köderfisch befestigt man mit zwei 8er Drillingshaken an der Schnur, die mit einem 7,5 cm langen Stück Stahlvorfach verbunden werden. Den toten Köderfisch ködert man an die beiden Drillinge an. Um zu gewährleisten, dass der Köder auch bei weiten Würfen nicht wegfliegt, bindet man ihn zusätzlich am Schwanz an.

Haken in Schwanznähe
Da der Hecht in der Regel einen Fisch vom Kopf her schluckt, sollten die Haken möglichst in Schwanznähe sitzen. Auf diese Weise nimmt der Hecht die Haken nicht so tief- Ein Hecht, der geschluckt hat, ist so gut wie tot.
Am besten lässt man nur den Widerhaken an der Hakenspitze stehen, die der Befestigung des Köderfisches dient und feilt die anderen beiden Widerhaken ab oder drückt sie mit einer Zange zusammen. der Hecht wird so leicht gehakt und die Verletzungen sind nicht so schlimm, sollte er doch einmal tief schlucken.
Rachensperre oder nicht?
der erste große Hecht ist an der Angel – doch wie gehts nun weiter? Für die Landung benutzt man am besten einen großen, weichmaschigen Unterfangkescher ohne Maschenknoten. Als Hakenlöser eignet sich eine etwa 20 cm lange gerade Arterienklemme.
Wer es unbedingt möchte, kann die kräftigen Hechtkiefer beim Hakenlösen mit einer Rachensperre offen halten . ein dem Fisch nicht wirklich zu empfehlendes Instrument. Überzieht man die scharfen Enden mit Gummi oder Kork, verringert sich die Verletzungsgefahr für das Hechtmaul.
Kommentare(2)
Guten Morgen liebe Angler,
um euch aufzuzeigen, wie man am Angeln “gehindert” werden kann, solltet ihr euch mal meine o.a. webpage anschauen.
Schönen Sonntag und Goden Fang Jan Bichel
hallo möchte mich für die ausführliche anleitung bedanken
Petri heil