Bitterling ist Fisch des Jahres 2008

Sowohl der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) als auch das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) haben den Bitterling zum Fisch des Jahres 2008 gekürt. Erstmals hat sich auch der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) der Wahl angeschlossen. Sogar das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat sich der Aktion angeschlossen.
Unabhängig davon, dass der Bitterling Fisch des Jahres wurde, gibt es zwei gute Gründe diesen Fisch nicht zu essen: 1. schmeckt der Fisch so, wie er heißt und 2. ist er vom Aussterben bedroht.


Der in unseren Gefilden sehr selten vorkommende Bitterling ist der kleinste Vertreter der sogenannten Karpfenartigen. Die Wahl soll auf die Gefährdung der Gewässer-Ökosysteme hinweisen und zudem darauf aufmerksam machen, dass der Fisch bereits seit einiger Zeit auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehe.
Vertreten ist der Bitterling in fast ganz Mittel- und Osteuropa nördlich der Alpen, auf den Britischen Inseln und in Skandinavien sowie südlich der Alpen und der Pyrenäen sucht man ihn hingegen vergebens. Der Fisch ist mit einer Länge von sechs bis neun Zentimetern er eher klein, gilt aber wegen seiner besonderen Fortpflanzungsart als interessant, bei der Muscheln eine wichtige Rolle spielen. Dabei legt das Weibchen über eine rund fünf Zentimeter lange, pinkfarbene Legeröhre 40 bis 100 Eier in verschiedenen Muscheln ab. Direkt nach der Eiablage gibt das Männchen seine Spermien ab, die über das Atemwasser der Muschel ins Innere gelangen und dort die Eier befruchten.

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