Brandungsangeln

Ausrüstung für das Brandungsangeln zu kaufen, ist eine Sache. Sie am rechten Ort auch richtig einzusetzen, eine andere.
Ich habe hier mal ein paar Hilfestellungen zusammengetragen.
Viele im Meer vorkommende Fischarten eignen sich gut, um den Angler in der Küstenfischerei erste Erfahrungen zu vermitteln. Jede Fischart hat ihre Eigenheiten, man sollte sie kennen und zu nutzen wissen.
Von Fangplatz und natürlich von der Jahreszeit hängt es ab, welche Fische für den Anfänger in Frage kommen. Am besten man erkundigt sich bei den einheimischen Anglern oder im örtlichen angelgeschäft danach, welche Fischart gerade am heufigsten vorkommt. Anfänger können sich an eine einfache Faustregel halten; Dorsche, Flundern, Wittlinge und Klieschen im Herbst und Winter; Hornhechte und Makrelen im Frühjahr und Sommer.


Den Fisch finden
Meeresfische suche ihre Nahrung auf unterschiedliche Weise, deshalb sollte man die Angelmethode dem Beutefisch anpassen.
Plattfische wie etwa Flundern, aber auch Dorsche, Wittlinge und Aale, fressen meist am Grund. Hier bitetet sich die Grundmontage an.
Makrelen und Hornhechte suchen im mittleren Wasser und an der Oberfläche nach Nahrung. Hungrige Fische bekommt man am ehesten mit der Posen- oder Spinnmontage an den Haken. Sie suchen mit Vorliebe in der Nähe von Felsen und Anlegeplätzen nach Nahrung.
Die übrigen Fischarten bevorzugen sandigen Untergrund und lassen sich daher gut vom Strand aus fangen, wobei der Dorsch praktisch überall auftauchen kann. Flußmündungen sind ebenfalls erfolgversprechende Bereiche, besonders auf Plattfische und Aal. Hat man sich für seinen “Zielfisch” entschieden, muss der beköderte Haken zum Fisch. Ideale Köder für die meissten Meeresfische sind Wattwürmer, Nereiden (Seeringelwürmer), Butterkrabben und Fischfetzen. Man kann sie entweder selbst sammeln oder im Angel- oder Fischgeschäft kaufen.

Das Auswerfen ist gerade beim Brandugsangeln nicht mal ebenso gemacht. Mit Seitwürfen kommt man nicht wirklich dahin, wo der Fisch ist. Am besten geht es mit einem Überkopf-Wurf, besser noch mit einigen Metern Anlauf. Ich empfehle gerade für Anfänger sich ein paar Stunden Zeit zu nehmen und “Trockenwürfe” zu üben. “Eingefuchst” habe ich mich mit der Wurftechnik indem ich eine Brandungsrute mit der entsprechenden Rolle und einem 80 Gramm Blei bestückt hatte. ja, 80gr. sind nicht viel aber fürn Anfang reicht’s um das Gefühl für die ganze Sache zu bekommen und ausserdem besteht die Gefahr bei den zahlreichen Übungswürfen zuviele Bleie zu versemmeln. Wenn man die Übungswürfe am Gewässer ausüben muss, da keine geeignete Koppel o.ä. in Reichweite ist ist es ratsam, das sich nicht zuviele Zuschauer in der Nähe befinden, könnte peinlich werden ;-) Zumindest waren meine ersten Würfe damals ein Drama.
Bisse machen sich auf unterschiedlichste Weise bemerkbar – vom kräftigen Schlag bis zum feinen Zittern in der Rutenspitze sind alle Varianten möglich. Nach dem ersten erfolgreichen anschlag verwechselt man den Zug der Strömung normalerweise nicht mehr mit einem Biss!
Der Anschlag ist häufig überflüssig, da viele Meeresfische so kraftvoll beißen, dass sie sich selbs haken. Es kann jedoch nie schaden, die Rute nach einem Biss mit sanften Schwung zurückzuziehen, damit der Haken gut sitzt.
Der Drill soll den Fisch ermüden. Wenn die Kraft der Rute dazu nicht ausreicht, kann man größere Fische auch Schnur von der Rolle abziehen lassen, indem man die Bremse entsprechen einstellt. Aber bitte die Bremse vor dem Angeln einstellen und nicht während man drillt! Dabe hält man die Rute senkrecht zur Schnur, die stets gespannt sein muss. Dadurch ermüdet der Fisch, und der Haken schlitzt nicht so leicht aus.

Die Landung ist häufig die aufregendste Phase- schliesslich bekommt man jetzt die Beute erstmals zu Gesicht. Nur darf man sich von der eigenen Begeisterung nicht mitreißen lassen . eine ruhige Hand ist jetzt sehr wichtig. Kleine Fische lassen sich herausschwingen, von der Mole oder vom Landesteg muß man für größere Fische den Kescher parat haben. Am Strand sollte man den Fisch mit den Wellen landen und ihn möglichst nicht gegen den Rückstrom ziehen.

Keine Kommenare bis jetzt.

Hinterlasse einen Kommentar

14 queries. 0,199 seconds.