Das Seitenlinienorgan und der Sehsinn des Fisches
Fische sind die ältesten Wirbeltiere der Evolution. Sie bevölkern seit etwa 400 Millionen Jahren die Gewässer und hatten somit sehr viel Zeit, um sich optimal an die Lebensbedingungen im flüssigen Element anzupassen. Zwei Sinnesorgane sind beim Fisch, der häufig zu unrecht als primitives Lebewesen eingestuft wird, besonders gut ausgebildet: das Seitenlinienorgan und der Sehsinn.
Zwei Sinnesorgane, die alles bemerken
Das Seitenlinienorgan - eine helle oder dunkle Linie entlang der Körperseite - ist ein Ferntastsinn, der dem Fisch Strömungen, Hindernisse, herannahende Fische und leider auch Angler anzeigt, die sich unvorsichtig am Ufer bewegen und Erschütterungen verursachen. Das Sehvermögen des Fisches ist hervorragend und wird oft unterschätzt. Das Auge hat die Fähigkeit zur Nah- und Fernsicht sowie für räumliches Sehen. Dazu kommt ein ausgeprägtes Farbunterscheidungsvermögen. Und schließlich öffnet die seitliche Stellung des Auges dem Fisch ein großes Gesichtsfeld. Er sieht demnach nicht nur nach rechts und links, sondern gleichzeitig auch nach oben und unten, nach vorne und hinten. Ja, er sieht sogar Dinge über dem Wasser und am Ufer. Für den Angler bedeutet dies: Deckung, wo immer möglich!
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