Die Äsche

Die Äsche gehört zu den schönsten Fischen unserer Flüsse. Sie ist Indikator für ein sauberes Gewässer. Wer in seiner Nachbarschaft einen Äschenfluss hat, kann sich auf ein Stück unverbrauchte Natur freuen.

Die Einstufung der Äsche gibt Rätsel auf; denn sie hat eine Fettflosse, charakteristisch für die Lachsfamilie, laicht aber im Frühjahr, wie die Weißfische.
Wer eine Äsche im Fluß stehen sieht, bemerkt meist nur einen aschfarbenen Schatten. Diese Farbe gibt der Äsche ihren Namen. Dabei sind Äschen wahre Schönheiten.: Auf ihren silberfarbenen Seiten tragen sie unregelmäßige dunkle Flecken, die sich mit purpurroten, grünen und kupferfarbenen Schattierungen abwechseln. Bemerkenswert ist auch die große, segelähnliche Rückenflosse, die mit schwarzen und roten Streifen gescheckt ist. Die Rückenflosse, Fahne genannt, stellt die Äsche im Drill auf. Sie arbeitet damit gegen den Zug der Schnur und stellt die Fahne gegen die Strömung. Große Äschen kämpfen im Drill so bullig wie Barben.

Saubere, klare Gewässer
Von den einheimischen Fischen reagiert die Äsche auf Umweltverschmutzung am empfindlichsten. Sie ist die erste, die vertrieben wird, wenn die Wasserqualität sich verschlechtert. Die Äsche findet sich als Laichfisch der “Äschenregion” in Gebirgsflüssen kommt aber auch in den Mittelgebirgsflüssen und in den Flüssen der nordeutschen Tiefebene vor. (weiterlesen…)

Der Aal – nächtlicher Jäger

Aale sind Nachträuber. Tagsüber verstecken sie sich im tiefen Wasser und führen in Löchern, unter Wurzeln und im Schlamm ein verborgenes Dasein.

Niemand wird Schwierigkeiten haben, den schlangengleichen europäischen Flussaal zu erkennen, der auch als Süsswasseraal bekannt ist. Er hat einen langen, schleimigen und biegsamen Körper, ein großes Maul, einen hervorstehenden Unterkiefer und zahllose kleine Zähne. Seine After-, Schwanz und Rückenflossen bilden um den Schwanz herum einen Flossensaum. Lediglich die kleinen Brustflossen ähneln den Flossen “normalen” Fischen.
Seine Farbe verändert sich mit dem Alter von gelblich zu silberfarben, dann zu braun oder schwarz. Die Bauchunterseite ist weiß.
Die Größe ausgewachsener Aale ist sehr unterschiedlich. Weibliche Aale werden bis zu 1,50 m lang, männliche 40 bis 50 cm. Aale wachsen sehr langsam. Etwa im Alter von 12 Jahren sind sie bereit, ihre Wanderung zu den Laichplätzen im Meer aufzunehmen. Erst wenn die jungen Glasaale nach ihrer langen Reise von der Sargasso-See durch den Atlantik an der europäischen Küste angekommen sind, verändern sie ihre Farbe.


Lebensdaten:
Wissenschaftlicher Name: Anguilla anguilla
Höchstgewicht: 4 – 6 kg
Maximale Länge: 1,5 m
Durchschnittgewicht: 0,5 kg
Lebenserwartung: durchschnittlich 14 – 16 Jahre
Beim europäischen Flussaal beginnt die Rückenflosse erst auf halber Länge des Körpers.
Wegen ihres weißen, grätenarmen Fleisches gehört der Aal, vor allem geräuchert, zu den beliebtesten Speisefischen. (weiterlesen…)

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