Der Aland

Der Aland oder Nerfling gilt als besonders scheuer und kluger Fisch. Fliegenfischer, Spinnfischer und Grundangler stellen ihm nach. Berühmt ist die goldfarbene Variante, die Goldorfe.

Der Aland sieht ein bißchen so aus, wie eine Kreuzung zwischen Döbel und Rotauge. Er hat einen gebogenen graublauen Rücken, silberfarbene Seiten und einen weißen Bauch. Die goldene Variante des Alands, die Goldorfe, wird in manchen Teichen als “zahmer” Zierfisch gehalten, die Färbung der Goldorfe variiert zwischen Blaßgelb und tiefem Orange.
Das Maul ist klein und leicht unterständig – ideal für die ernährung an der Wasseroberfläche- Schwanz und Rückenflosse sind grau; andere Flossen sind pinkfarben (im Gegensatz zu denen des Döbels) nach innen gebogen. Die sicherste Methode, einen Aland zu identifizieren, ist es, die schuppen entlang der Seitenlinie auszuzählen; Alande haben 55 bis 61 Schuppen, Rotaugen und Döbel 42 bis 46.

Wo lebt der Aland?
Der Aland ist vom Rhein bis nach Sibirien weitverbreitet. Er lebt nicht in Südeuropa oder Nordskandinavien. In den Gewässern einiger Länder wurden einige Alande ausgesetzt, z.B. in Frankreich, Holland, Dänemark und Großbritanien.
Die Goldorfe ist ein beliebter Fisch für Zierteiche. Weil sich auch die Goldorfe an der Wasseroberfläche ernährt, macht sie anders als der Karpfen, der im Gewässergrund wühlt, das Wasser weniger trübe.
Der Aland lebt in Stillwasserbereichen der Barben- und Brassenzone. Er kommt manchmal auch in den brackwasserartigen Mündungsgebieten der Flüsse vor, wo er respektable Größen erreicht. Alande lieben Krautzonen mittlerer Tiefe, zum Beispiel die Kehrwasser nach Wehren.

Lebensdaten
Wissenschaftlicher Name: Leuciscus idus
Höchstgewicht: 4,5 kg
Durschnittsgewicht: 1,0 kg
Maximale Länge: 80 cm
Lebenserwartung: 20 Jahre und mehr

Entwicklung und Ernährung
Im April oder Mai formieren sich Alande zu großen Schulen. Diese Schulen schwimmen flußaufwärts zum schnelleren, seichteren Wasser mit sandigem oder kiesigem Boden. Hier laichen die Fische mit viel geplätscher. Die Eier werden an Steinen und im Kraut abgelegt. Nach 15 -20 Tagen schlüpft der Nachwuchs des Alands aus den Eiern. Die Brut ernährt sich zunächst von Plankton, dann von Insekten, Krebsen und kleinen Fischnährtieren. Die größeren Alande leben räuberisch.
Aland und Goldorfen erreichen ihre Geschlechtsreife im Alter von 5 Jahren. Dann sind sie ungefähr 30 -40 cm lang und wiegen etwa 1 Kilo. Der Aland erreicht wie das Rotauge ein Alter von 12 -15 Jahren – große Alande können älter als 20 Jahre werden.

Das Fischen:
Deer Aland ist ein beliebter Angelfisch, weil er sehr heftig im Drill kämpft und mit vielen Ködern zu fangen ist. Alande kann man auch sehr gut mit Fliegen und kleinen Spinnern fangen. Die besten Köder sind Brot, Würmer, Mais, Maden und Caster (Madenpuppen).
Das Angelgerät sollte leicht sein mit Schnüren bis zu einer Tragkraft von 2 kg. Da Alande ihre Nahrung an der Oberfläche suchen, sollte man Fischmethoden wie beim Rotfederfang anwenden: Langsam sinkende Köder an einer Waggler-Pose, z.B. schwimmendes Brot.

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