Der Brassen

Brassen leben in Schwärmen und können sehr groß werden. Wer einen Brassen gefangen hat, werd sehr bald den nächsten fangen.

Der Brassen gehört zu der großen Familie der Karpfenfische. Er hat einen hochrückigen, sehr flachen Körper und kann leicht durch Kraut im flachen Wasser schwimmen. Der Brassen, der vielerorts Blei oder Brachse genannt wird, hat eine lange, tief eingeschnittene Schwanzflosse. Die Fische haben ein kleines, unterständiges Maul, das allerdings weit herausgeklappt werden kann, um den Untergrund eines Gewässers nach Nahrung zu durchsuchen. Charekteristisch ist auch die dicke Schleimschicht auf den Schuppen.
Kleine Brassen sind silbrig gefärbt. Wenn sie größer werden, wird die Farbe dunkler bis zu einem goldoliven Ton. Ausgewachsene Brassen haben einen schwarzen Rücken, grünlichbronzefarbene Seiten und einen weißen Bauch.

Die Boden-Wühler
Kleine Brassen fressen Algen und kleine Wasserinsekten. Ausgewachsene Brassen nehmen praktisch alles, was sie erreichen können. Sie nehmen Pflanzen, Insekten, Larven, Krebse, Kleinfische und auch wirbellose Tiere. Die ganz großen Brassen fressen nachts auch Laich kleiner elritzen. Ab und zu rollen sich ganze Brassenschwärme, bevor sie mit dem Fressen beginnen. Für Brassen gibt es eine große Zahl Köder – Mais, Würmer, Boilies, Maden und Brot, vorausgesetzt man bietet sie direkt am Gewässergrund an.



Lebensdaten
Wissenschaftlicher Name: Abramis brama
Höchstgewicht: etwa 8,3 kg
Durchschnittsgewicht: 1,4 – 1,8 kg
Durchschnittlich Länge: 35 40 cm
Lebenserwartung: 20 Jahre

Verhalten
Brassen leben in Schwärmen. Ein Brassenschwar kann hunderte von Individuen bis zu einem gewicht zwischen drei und vier Pfund haben. Einer der Gründe, weshalb Brassen in großen Schwärmen leben, mag daran liegen, dass sie so besser vor Raubfischen geschützt sind.
Brassen gelten als Fische, die im stehenden Gewässer leben. Flaches, krautiges Wasser und die Möglichkeit, in der Sonne zu baden, lockt sie an. Doch kommen die Brassen auch in schnell fließenden Flüssen vor. Dort halten sie sich ausserhalb der Hauptströmung in tiefen Löchern oder unterspülten Ufern auf.
Der Schlüssel für eine große Brassenpopulation liegt in der Abwechslung und Qualität des Futters. Gewässer, die ein reiches Pflanzenvorkommen haben, bieten auch eine große Nahrungsgrundlage. Dort gibt es viele Insekten und Schnecken. Einige brassengewässer werden so heftig befischt, dass die Brassen allein schon von dem vielen Grundfutter, das eingebracht wird, abwachsen können.

Lebenszyklus
Brassen werden im vierten bis fünften Lebensjahr geschlechtsreif. Sie laichen von Mai bis Juli, wenn das Wasser eine Temperatur von 14 – 17° erreicht hat. Die Milchner zeigen jetzt ein Revierverhalten und entwickeln den sogenannten Laichausschlag am Kopf sowie am Körper. Es wird angenommen, dass die männlichen Fische mit diesem Laichausschlag die weiblichen Fische berühren und so die Abgabe von Rogen einleiten. Die Rogner legen dann ihre Eier in etwa einem Meter tiefen Wasser auf Steinen, Kies oder Wasserpflanzen ab. Jeder Rogner legt 300000 – 400000 Eier, die sich in etwa 12 Tagen entwickeln. In wärmeren Zeiten entwickel sich die Eier schneller. Nur wenige der geschlüpften Jungfische überleben.
Im ersten Jahr erreichen die Jungbrassen eine Länge zwischen sieben und zwölf cm. Brassen wachsen dann im allgemeinen langsam. Sie erreichen erst nach fünf oder sechs Jahren ein Gewicht von 0,9 kg. und ein Brassen, der zwichen vier und sechs Pfund wiegt, ist zehn Jahre alt. Wenn die Bestände zu groß sind oder ein Nahrungsmangel besteht, wachsen die Fische sehr langsam und haben dann schmale an ein Blatt Papier erinnernde Körper.

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