Der Dorsch

Obwohl der Dorsch ein wichtiger Wirtschaftsfisch ist und sich bei Anglern großer Beliebtheit erfreut, sind die wanderungen dieses heimischen Fisches noch recht wenig erforscht.

Wie ein Unterseestaubsauber sucht der dorsch den Meeresboden nach Fressbaren ab. Auf seinem Speiseplan stehen Würmer, Schellfische und sonstige Fische.
Seine Lebensweise spiegelt sich in seinem Aussehen wieder: von oben erscheint der Dorsch fleckig und neutral gefärbt, so dass er sich kaum vom Meersesboden abhebt. Sein Rücken färbt sich je nach Art des Meeresbodens und der Hauptbeutetiere rötlich braun bis grau-grün;der Bauch ist weißlich.

Lebensdaten
Wissenschaftlicher Name: Gadus morhua
Höchstgewicht: ca. 50 kg
Durchschnittgewicht: 2 kg
Höchtste Länge: ca. 1,6 m
Lebenserwartung: 15 Jahre

Ein Allesfresser
der Dorsch ist ein Raubfisch, und es gibt kaum etwas, dass er nicht frißt. Beim Ausnehmen von Dorschen sind sogar schon Plastikbecher zum Vorschein gekommen! Die Hauptnahrund des Dorsches besteht allerdings aus Fischen. Mit seinem großen Maul bewältigt dieser gefräßige Räuber auch größere Beutestücke problemlos-ein Dorsch von drei Kilo Gewicht kann einen Wittling von einem Pfund an einem Stück verschlingen.
Junge Dorsch bis zu einem Alter von zwei Jahren fressen überwiegend Krebse und andere Schalentiere. Mit zunehmenden Alter ernähren sie sich jedoch überwiegend von Fischen.
In den deutschen Gewässern wird der Dorsch meist mit Pilkfischen von Booten aus erbeutet. Im Winter kann man ihn auch beim Brandungsangeln an der Küste fangen. Als augezeichneter Fangplatz für Großdorsche gilt der dänische Øresund im Januar und Februar. Die Dorsche sind dort schwerer und zahlreicher.

Lebenszyklus
Dorsche sind Bewohner der Kontinentalplatte. Am häufigsten trifft man sie in 30 bis 90 m Tiefe an und nur äusserst selten in Tiefen unter 180 m. Sie entfernen sich normalerweise nicht sehr weit von ihren Laichgründen, jedenfalls nicht weiter als ca. 150 km.
Zwischen Januar und April ziehen die Dorsche in die tieferen Gewässer ihrer Laichgründe. Die großen Laichdorsche sammeln sich und werden nordwestlich von Fehmarn gefangen. Das Weibchen gibt bis zu 9 Mio Eier in der Nähe des Meeresgrundes ab, wo sie vom Milchner befruchtet werden. Die befruchteten Eier steigen dann langsam zur Oberfläche auf. Nur sehr wenige Larven überleben und können auswachsen. Der Dorsch hatte bis vor kurzer Zeit keine Schonzeit. Die Europäische Union hat inzwischen für die Berufsfischerei in der Ostsee ein Fangverbot in der Zeit vom 1. März bis zum 30. April eingeführt. Für den Angler gilt ebenfalls die selbe Zeit, nur ist der Verzicht auf freiwilliger Basis. Es wäre es ratsam, sich daran zu halten.
Jungdorsche
Nach etwa einem Jahr ziehen die Jungdorsche in Flachwasserbereiche, wo sie sich zu erwachsenen Tieren entwickeln. In manchen Küstengewässern trifft man fast ganzjährig Jungdorsche an. Diese Fische ziehen im Alter von drei bis vier Jahren als ausgewachsenen Dorsche wieder in tiefere Gewässer. Da Dorsche überwiegend am Grund leben, scheuen sie das Tageslicht. Meist kommen sie nachts oder wenn das Meer trüb ist (etwa nach einem Sturm) in Ufernähe, um zu jagen. An solchen Tagen verspricht hier das Angeln Erfolg.

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