Der Hasel, schnell wie ein Pfeil

Um diese kleinen, silbrigen Fische zu fangen, muss man schnell reagieren und flink anschlagen. Hasel fressen an der Wasseroberfläche treibende Insekten, deshalb müssen sie sich ihre Beute pfeilschnell schnappen.

Sie leben in Schulen zusammen und ihr Schuppenkleid ist silbern. Deshalb werden Hasel leicht mit Rotaugen oder Döbeln verwechselt. Hasel haben jedoch, im Gegensatz zu Rotaugen, gelbe Augen und einen schlankeren Körperbau. Hasel sind gewöhnlich kleiner als Rotaugen und Döbel, und ihre Rücken. und Afterflossen weisen konkave (nach innen gewölbte) Ränder auf. Beim Döbel sind diese Flossenränder konvex, also nach außen gebogen.

Hasel sind silbrig gefärbt und haben einen grauen oder dunkelgrünen Rücken. Kapitale Exemplare schimmern messingfarben und ihre Brust- und Afterflossen sind manchmal leicht rosa gefärbt. Aufgrund ihres schlanken Körperbaus können sie sich lange in der Hauptströmung des Flusses halten.

Hasel bevorzugen klare, schnellfliessende Flüsse und Bäche, am liebsten mit Kiesgrund. Sie behaupte sich erfolgreich in Forellengewässern, aber auch in großen Strömen, wie etwa in der Saale. Hin und wieder trifft man sie auch mal in stehenden Gewässern an, wenn ein Fluss gestaut wird und die Fischen keinen Weg aus dem Staubecken finden. Sie leben in großen Schwärmen, was ihnen ein gewissen Schutz vor Raubfischen bietet. Ältere, größere Exemplare bilden kleine GruppenIn Europa lebt der Hasel (abgesehen von Irland, Schottland und den südlichen Gebieten) von der Forellen- bis in die Barbenregion. In England heißen sie übrigens “Dart”, weil sie in Form und Schnelligkeit an die Pfeile des beliebten Pfeilwurfspiels erinnern.

Dem Futter folgen
Da Ober- und Unterkiefer beim Hasel gleich weit vorstehen, kann er sowohl am Grund als auch an der Oberfläche nach Nahrung suchen. Meist frisst er wirbellose Kleintiere, die er in mittlerer Wassertiefe abfängt, oder an der Wasseroberfläche treibende Insekten.
Hasel sind ständig auf Nahrungssuche und nehmen bereitwillig Kunstköder, die eigentlich für andere Fische bestimmt sind. Sie fressen Wasserflöhe, Käfer, kleine Schnecken und lieben Anlgen und andere pflanzliche Nahrung. Hasel laichen früher als die meisten anderen Angelfische ab, daher entstehen auch kaum Hybridformen, also Kreuzungen aus Döbel oder Rotaugen mit Hasel. Im Februar und März versammeln sich ganze Schwärme von Haseln im flachen Wasser, um dort zu laichen. Kurz vor dem Laichgeschäft werden die Schuppen des Männchens sehr rau, und am Kopf entwickelt sich ein knöcherner Laichausschlag.

Das Weibchen legt bis zu 28.000 blass orangefarbene Eier zwischen Steinen und Pflanzen ab; die Brut schlüpft nach 25 Tagen. Im sauerstoffreichen Wasser erholen sich die Weibchen schnell vom Laichgeschäft. Hasel wachsen zunächst relativ schnell und die Fische sind nach zwei Jahren bereits ausgewachsen. Die Weibchen leben länger und wachsen größer ab als die Männchen. Bei einem Hasel von einem Pfund Gewicht handelt es sich meist um ein Weibchen, das mindestens zehn Jahre alt ist.

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