Der Oberlauf der Ruhr
Dem Ruhrgebiet gab sie ihren Namen. Politiker nennen ihn gern den saubersten Industriefluß der Welt. Vor allem in ihrem Oberlauf ist die Ruhr ein gutes Salmonidengewässer mit Bach- und Regenbogenforellen, ja sogar Äschen laichen dort.
Mehr als 200 km legt der Fluß von seiner Quelle im Sauerland nordöstlich von Winterberg zurück. , bis er bei Duisburg in den Rhein mündet. Der Fluß ist das wichtigste Trinkwasserreservoir für das Rhurgebiet. Der Bau von Kläranlagen hat dazu geführt, dass sich die Wasserqualität stetig verbessert hat. Die Regenbogenforelle ist fast in der ganzen Ruhr anzutreffen. Tatsache ist: Viele Gewässer in sauberer Landschaft sind schmutziger als die Ruhr.
SalmonidengewässerWährend am Unterlauf des Flusses vor allem Hecht, Barsch, Aal und Weißfische gefangen werden, und nur vereinzelt Forellen, beginnt oberhalb von Westhofen das Salmonidenrevier.Ab Neheim-Hüsten und Arnsberg kann man die Ruhr schon als Äschen- und Barbenregion bezeichnen. Die Wasserqualität hat sich hier in den vergangenen Jahren erheblich verbessert, vor allem seit ein in Arnsberg ansässiges Zellstoffwerk Anfang der 90er Jahre seine Produktion eingestellt hat. Laut Gewässergütekarte des Ruhrverbandes und des Gewässergüteberichtes der Stadt Arnsberg hat das Wasser die Güteklasse 2. Sowohl Äschen als auch Forellen laichen im Oberlauf der Ruhr. In Öventrup wurde zudem 1994 eine neue Kläranlage gebaut, die um die Jahrtausendwende fertiggestellt wurde, was die Wasserqualität noch einmal entscheident verbesserte.

Kapitale Fänge
Die Ruhr hat im Stadtgebiet von Arnsberg eine Breite von 10 bis 20 m und eine Tiefe von 50 cm, abgesehen von einigen Kolken und aufgestauten Stellen, die bis zu 3 m tief sind. Die Uferbeschaffenheit ist unterschiedlich – von Geröll und Kieseln über Wiesen bis zu einigen wenigen supfigen Stellen. Die Ufer sind mit einheimischen Büschen wie Weiden, Erlen und Schlehen bestanden. Hauptfische sind Döbel, Barben und andere weißfische. Im Stadtgebiet von Arnsberg werden werden aber auch Aale bis zu drei Pfund, Barben bis zu acht Pfund, Bach- und Regenbogenforellen bis zu drei Pfund und Karpfen bis zu 18 Pfund gefangen. Vereinzelt gelange der Fang von dreipfündigen Äschen. Nach Frühjahrshochwassern im März/April, wenn der Schnee im Hochsauerland schmilzt, wurden in Arnsberg auch Hechte bis zu sechs Pfund gefangen.
Pflege der Natur
Die Angelvereine an der Ruhr betreiben eine intensive Gewässerpflege. Sie haben Bachpartenschaften übernommen und bauen Nistmöglichkeiten. Dank ihrer Tätigkeit haben sich Wasseramseln und Eisvögel an der Ruh wiedergefunden. Unterhalb von Arnsberg wurden erfolgreiche Besatzmaßnahmen mit Forellenlaich gemacht. Erfolgreich war auch der Besatz mit Schleien in den tiefen Kolken und zum Teil mit Karpfen.
Begrenzte Zahl von Angelkarten
Früher vergaben Städte wie Arnsberg Karten für Gastangler. Inzwischen ist die Zahl schon seit Jahren streng limitiert. Gastkarten werden nur noch an Freunde von Vereinsmitgliedern und Gäste der Vereine ausgegeben. Die Stadt Freienohl vergibt Karten an Kurgäste, die in Freienohl übernachten. Est steht auch hier nur ein begrenztes Kontongent zur Verfügung. Die Karten gelten für den ca. 5,5 km langen Ruhabschnitt in Freienohl. Hauptbesatz sind hier Bachforellen und Äschen.