Die Barbe

Die Barbe lebt in Flüssen mit starker Strömung. Für viele Angler ist sie einer der aufregendsten Fische überhaupt, weil sie im Drill nie aufgibt.

Braben sind schlank, stromlinienförmig und muskelstark – alles Zeichen, dass sie in der starken Strömung des Flusses stehen können. Sie haben die typische Färbung von Fischen der Karpfenfamilie, mit einem grünen oder braunen Rücken, goldbraune Flanken und einem blassen Bauch. Im klaren Wasser können Barben auch dunkelschwarzbraun gefärbt sein.

Hervorragender Tastsinn
Die Barbe ist im Süden Deutschlands stärker als im Norden verbreitet. Sie ist dem leben und der Nahrungsaufnahme am Grund von schnellfließenden Flüssen angepasst. Der lange, spitze Kopf mit dem untenstehenden Mund ist ideal, um grobkiesigen Grund nach Nahrung zu durchwühlen. Die Barteln, die dem Fisch seinen Namen gaben, sind sensible Tastorgane, die auch Duftstoffe wahrnehmen können.
Lieblingsnahrung sind Würmer und Insektenlarven, kleine Krebstierchen, Schnecken, Muscheln und andere Fischnährtierchen. Barben fressen auch kleine Fische. Mit ihren starken Schlundzähnen kann die Barbe selbst harte Nahrungsbrocken wie Muscheln knacken.
Im Winter, wenn das Wasser kälter ist, sind Barben in ihrer Nahrungsaufnahme zurückhaltend. Sollte der Fluß im Winter über seine Ufer steigen, erwachen die Barben allerdings zu höchster Aktivität, um die Nahrungsbrocken zu erhaschen, die von den überspülten Ufer in den Fluß geschwemmt werden.



Lebensdaten
Wissenschaftlicher Name: Barbus barbus
Höchstgewicht: 7 kg
Maximale Länge: 90 cm
Durchschnittsgewicht: 2 kg
Lebenserwartung: 15 und mehr Jahre

Der grobe Kies
Obwohl es Barben gibt, die auch in stehenden Gewässern leben, ist ihr Lebensraum der schnelle Fluß, besonders wenn die Strömung so stark ist, dass Schlammablagerungen nicht möglich sind. Das heißt, dass sie normalerweise über grobkiesigem Grund anzutreffen sind, wo sie sich fortpflanzen und auf Nahrungssuche gehen. Sie bevorzugen auch Wasser, das sehr stark mit Sauerstoff angereichert ist, so wie man es direkt unterhalb von Wehren findet.
Barben laichen zwischen Mai und Juli, wenn sie in großen Schwärmen stromauf ziehen, wo sie sich Kiesbetten zur Laichablage suchen. Die weiblichen Barben graben dort eine Laichgrube, wo die Eier abgelegt werden Nach der Befruchtung entwickeln sich aus den Eiern Jungfische, die zunächst im Flachwasser bleiben. Die jungen Barben erreichen nach fünf Jahren ihre Geschlechtsreife, wenn sie zwischen 25 und 75 cm lang sind. Eine 50 cm lange Barbe wiegt etwa 2,3 kg.
Barben werden in Mitteleurope schwerer als z.B. auf den Britischen Inseln. Auf dem Kontinent sind Gewichte bis zu 9 kg möglich, weil dort die warmen Perioden länger dauern und der Fisch länger Nahrung aufnehmen kann.

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