Die Isar

Zu den bekanntesten Angelstellen in Deutschland zählen die Staustufen der großen Flüsse im Süden. Der Bericht beginnt bei Dingolfing. Kapitale Raubfische lassen sich hier ebenso fangen wie kapitale Friedfische.

Der Isarstau bei Dingolfing ist in den fünfziger Jahren entstanden. Damals wurde das Flußbett verbreitert, vertieft und anschliessend geflutet. Es wurde ein Paradies für Angler: Artenreichtum, kapitale Fische und eine idyllische Landschaft.
Weiter flußaufwärts gibt es weitere interessante Streckenabschnitte, für die Gastangler abenfalls eine Erlaubnis bekommen können. Rotaugen, Aland, Brassen sowie Karpfen sind Hauptbeute, aber kein reines Friedfischgewässer! Der Dingolfinger Isarabschnitt beherbergt auch Raubfische: große Hechte, Zander und Aale.
Auch Welse, oft sogar kapitale Exemplare, wurde schon gefangen. Die gröten in der Isarstau gefangenen Waller liegen in etwa in der Nähe der 100 Pfund-Schallmauer. Karpfen und Hechte erreichen Gewichte um die 30 Pfund und wer auf Aland fischt, sollte sich auf kapitale Fünfpfünder einstellen.

Drei Staustufe bei Dingolfing
Wo aber fängt man in der Isar? Gern besucht wird der bereits erwähnte Stau westlich von Dingolfing. Hier trifft man fast alle Fischarten an. Wer es auf Hechte abgesehen hat, sollte vom Boot aus angeln. Leihboote gibt es aber nicht, so dass Raubfischangler ihr eigenes Boot mitbringen müssen.
Zander werden in erster Linie auf Naturköder (kleine Köderfische oder Fetzenköder) in der Staumitte gefangen. Aussichtsreiche Stelle ist die Abfallkante des alten Flußbetts sowie die tiefen Löcher, die man vornehmlich südlich der Fahrrinne findet. Ein Echolot leistet hier unschätzbare Dienste. Gleiches gilt für Hechte, nur dass der Hecht meist lieber auf einen größeren Köder anspricht.

Scheue Welse
Auch das Angeln auf Wels ist an den Kanten und Löchern empfehlenswert, wobei allerdings viel, viel Geduld erforderlich ist. Denn Waller in der Isar, besonders die großen, sind scheue Gesellen. Regelmäßige Welsfänge gelingen meist nur Spezis.
Auch für die Angelei auf Aal leistet ein Boot hilfreiche Dienste, aber von Land sind ebenfalls gute Fänge möglich. Ein guter Platz ist im Bereich der größten Breite des Isarstaus. der südliche Bereich nennt sich Erlmeier Bucht und ist ein gern aufgesuchter Aal-Angelplatz. Auch am gegenüberliegenden Ufer – Höhe Postmühle – sind immer wieder Aalangler zu finden.

Die Isar bei Dingolfing

Strömende Abschnitte sind gute Stellen, um mit Spinnern und kleinen Blinkern auf Barsch zu gehen. Im Sommer verraten sich die Barsche häufig durch ihr Jagdverhalten. Dann nämlich spritzen oftmals Schwärme von Kleinfischen an der Wasseroberfläche auseinander. Aber noch ein anderer Räuber verrät sich durch geräuschvolle Oberflächen-Jagd: der Rapfen.
Interessant ist an der Isar auch die Angelei auf Karpfen: gute Stellen sind wiederum die Buchten im Mittelbereich des Staus. Als Köder kommen am besten Boilies zum Einsatz. Aber auch mit anderen methoden lassen sich die Karpfen überlisten. Universalköder ist der Tauwurm. Andere Isarangler schwören auf Mais oder Kartoffel.
Eine gern befischte Isarbeute ist der Aland, der sowohl im Fluß selbst als auch im Staubereichen bis fünf Pfund schwer wird. Fangplätze sidn der Einlaufbereich im Osten sowie die Teisbachbrücke auf der gegenüberliegenden Seite. Alande lassen sich entweder mit einer Posenmontage aus Wurm oder Teig erbeuten, oder aber man überlistet sie mit kleinen bis kleinsten Spinnern. Einige Alandspezialisten schwören auf Streamer an der Fliegenrute.
Die für den Isarstau beschribenen Angelmethoden sind weitgehend auch auf die anderen Satubereiche bei der Ortschaft Gottfrieding sowie östlich von Mamming übertragbar. Auch hier findet man jeweils in Staumitte die Abfallkanten ded eigentlichen Flußbettes sowie Löcher und Vertiefungen.

der Staustufen
Leicht veränderte Bedingungen findet der Angler dagegen im Flußlauf selbst vor. Der nahezu schnurgerade Abschnitt zwischen Dingolfing und Grottfrieding wirkt zwar landschaftlich wenig reizvoll, beherbergt aber kapitale Fische – und das ist für den angler schließlich wichtiger als die Schönheit der Landschaft. Ein für Ortsfremde guter Angelplatz liegt am Südufer der Isar im Bereich des Stadtgrabeneinlaufs im Osten von Dingolfing.
der Abschnitt zwischen “Isarstau zwei” und der Flußgabelung bei Mamming liegt eingebettet in einer landschaftlich schönen Gegend. Schön ist auch, was sich im Wasser selbst tut. wer nicht gezielt auf einen bestimmten Fisch angeln will, sollte es mit einer Posenmontage und Wurm versuchen. Barben und Brassen sind bei dieser Methode die Hauptbeute.
Spinnanglern bietet die Isar in diesem Bereich ebenfalls abwechslungreiche Fischwaid. Döbel, Forellen, Rapfen, Hechte und Zander gibt es ausreichend. Räuber trifft man am ehesten im Bereich der Stromkante an. Da das Ufer oftmals schwer zugänglich ist, sollte man die Watstiefel nicht vergessen.
Ein weiterer Tip: Von der hohen Uferböschung aus hat man einen hervorragenden Standort, um das Wasser zu beobachten. Dabei ist es – einigermaßen klares Wasser vorausgesetzt – ohne weiteres möglich, den Beginn der Mittelrinne sowie eventuelle Kies- und Krautbänke auszumachen.

Comments

  1. Lifestyle
    Februar 11th, 2007 | 9:49 pm

    Seit die Isar im Stadtbereich von München einiege Naturisierungsanpasungen erfahren hat gibt es auch oberhalb der Stadt sehr schöne Angelplätze die bisweilen noch kaum besucht sind!

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