Im Winter an Baggerseen oder Kiesgruben angeln
Im Winter in einer / einem Kiesgrube / Baggerse zu angeln ist eine mühsame Angelegenheit, die vor allem Selbsüberwindung kostet. Doch wer auf kapitale Rotaugen, Hechte oder Barsche aus ist, der sollte sich einmal aufraffen.
Das klare Wasser und recht kleinen Fischbestände schrecken eifrige und hartgesottene Angler nicht davon ab, sich im Winer an das Ufer eines Baggersees zu wagen. Doch Begeisterung und Ausdauer allein genügen nicht. Nur wer sich über seine angelei auch gedanken macht, geht selten leer aus und nutzt die Zeit am Wasser optimal.
Manchmal fängt man zwar Brassen, Karpfen und Schleien – und ganz vereinzelt auch Rotfedern und Aale – aber die Hauptbeute besteht eindeutig aus Rotaugen, Hechten und Barschen. Die anderen Fischarten fressen einfach nicht genug und sind höchstens für die ganz entschlossenen Spezialisten interessant.
Die wichtigste Überlegung gilt im jeden Fall dem Wetter. Es ist für alle stehenden Gewässer im Winter von entscheidender Bedeutung. Die schlechtesten Bedingungen liegen dann vor, wenn sich ein Hochdruckgebiet eingestellt hat und mit ihm ein klarer Himmel, frostige Nächte und helle, kalte Tage. Dann weht bestenfalls ein schwacher Wind – oft aus östlicher Richtung und eisig kalt.
Natürlich gibt es keine festen regeln für das Verhalten der Fische und gerade Hechte fressen ausgerechnet an den kältesten Tagen, selbst während langer frostperioden, wenn man sogar Löcher ns Eis schlagen muss…aber verlassen kann man sich darauf nicht.

Winter an einem Baggersee
Die Zeit gleich nach einer Kältewelle kann sehr ergiebig sein, insbesondere zwei oder drei Tage nachdem das erste eis getaut ist und das Wasser sich ein wenig erwärmt hat.
Ideale Bedingungen liegen dann vor, wenn ein Tiefdruckgebiet übers Land zieht. Eine Wolkendecke sorgt dafür, dass es tagsüber nicht sehr hell wird und die Temperaturen nachts nicht absenken, während ein lebhafter Süd- oder Westwind heranführt. An solchen Tage sollte man unbedingt am Ufer sein
Rotaugen, Hechte und Barsche in Baggerseen haben im Winter die Angewohnheit, Freßphasen einzulegen, auch bei herrlichen Wetter Kennt man die Freßzeiten nicht, sitzt man unter Umständen stundenlang ohne einen einzigen Biß am Wasser und packt schließlich zusammen, kurz bevor die Fische aktiv werden.
Rotaugen können bei milden Wetter jederzeit zu fressen beginnen und plötzlich wieder aufhören, doch im allgemeinen dauert die Hauptfreßzeit vom späten Nachmittag, wenn allmählich die Dämmerung heraufzieht, bis in die Abendstunden hinein.
Hechte haben in der regel feste Freßzeiten. Sie können von Baggersee zu Baggersee unterschiedlich sein; meist jedoch gehen sie beim ersten und letzten Tageslicht auf die Jagd. An vielen Baggerseen gibt es auch frühmorgens mis mittags eine Freßphase. Zudem kann eine plötzliche Veränderung der Licht- oder wetterverhältnisse eine freßphase auslösen. Eine Wolkenbank etwa, die sich vorübergehend vor die Sonne schiebt, bewegt bereists den ein oder anderen Hecht zum Fressen.
Barsche gehen zu jeder, aber auch jeder Tageszeit auf Nahrungssuche, noch vor dem ersten Morgendämmern bis in die nacht hinein.
Wo man Rotaugen findet
Bei milden, windigem Wetter findet man Rotaugen am ehesten dort, wo es eine starke Strömung unter der Wasseroberfläche gibt; die Tiefe ist dabei zweitrangig. Auf der Suche nach Nahrung, die von solchen Unterwasserströmungen mitgeführt wird, durchqueren die Fische weite Gebiete. Man findet die Rotaugen häufig über flachen Plateaus, Sandbänken oder an sanften Ausbuchtungen im Randbereich.
Bei kaltem und ruhigen Wetter sind die Rotaugen weniger aktiv und versammeln sich gern in wärmeren, tiefen Löchern zu Schwärmen. Diese Lcher können überall sein, von der Mitte des Baggersees bis hin zum Ufer.
Auch Hechte sind bei mildem wetter besonders aktiv, wobei sie bei ihren Streifzügen durch den Baggersee die Rinnen am Grund ständig und systematisch nach Beute absuchen. Häufig sammeln sich die Hechte in einem eng umrissenen Bereich zu Rudeln, wodurch dort natürlich ein sehr aussichtsreicher Fangplatz entsteht. An solchen Stellen finden sich auch zahlreiche Beutefische oder bestimmte andere Merkmale, wie z. B. versunkene Äste.
In vielen Fällen gibt es jedoch keine eindeutige Erklärung dafür, warum manche Angelplätze erfolgversprechender sind und je größer die vom Angler abgesuchte Wasserfläche ist, desto eher wird er auf eine solche Stelle stoßen.

Barsche auffinden
Eine Anglerweißheit besagt, dass Barsche sich im Winter an den tiefsten Stellen des Baggersees zurückziehen. Das mag bei sehr kaltem Wetter zutreffend sein, doch an milden Tagen wandern die gestreiften Schwärme auf der Suche nach Freßbarem durch den ganzen See. Häufig kann man beobachten, dass ein Barsch einen einzelnen Fisch über die Wasseroberfläche hinaus verfolgt, wobei die auffällige Rückenflosse des Barsches aus dem Wasser ragt.
Für das Rotaugenangeln gibt es kaum eine bessere Methode als das angeln mit dem Schwimmfeeder. Um an einem milden Tag eine aussichtsreiche Stelle zu finden, zieht man am Ufer entlang und wirft immer wieder einen großen, leeren Schwimmfeeder ein, bis man fühlt, dass er von einer starken Tiefenströmung erfaßt wird. Ist das Wasser klar, wie meist an winterlichen Kiesgruben, rauben Hechte auf Sicht und man kann es mit der Spinnrute probieren. Wenn das Wasser jedoch von Wind und Regen getrübt ist und sich die Hechte mehr auf ihren Geruchssinn als auf ihr Sehvermögen verlassen, dann Köderfische die bessere Methode.
Gewöhnlich sind im mittleren Wasser angebotene Köder fängiger als auf dem Grund gefischte.
Kommentare(4)
Es wäre super, wenn ihr in eure Seite auch Berichte über Karpfen schreiben würdet.
MfG Daniel
[...] Angeltipps zum Winterangeln am Baggersee [...]
gude erst mal ,
also wenn das eis am tauen ist sucht mann das ufer nach kleinfischen ab , die sich am etwas wärmeren ufer aufwärmen… hinter diesen stehen die kapitalen rotaugen und barsche .. hechte lassen sich dort auch nicht selten blicken .
Wie tief muss man im Winter im Baggersee angeln wenn der Seee ca. 15m tief ist