Oberflächenfischen auf Karpfen
Selbst die ganz erfahrenen und schlauen Kapfen werden von schwimmenden Ködern wie Hundekuchen unwiderstehlich angezogen. Wenn der Karpfen Nahrung an die Wasseroberfläche nehmen, kann man sehr schnell zum Erfolg kommen.
Eine der erfolgreichsten, aber weniger angewandten Methoden, Karpfen zu fangen, ist das Fischen an der Oberfläche. Man benötigt wenig Gerät, muss nicht lange ansitzen und es ist die aufregenste Angelart auf Karpfen.
Reine Nervensache
Man sucht sich einen Angelplatz mit viel Kraut, Seerosen oder Wurzeln. Beim Oberflächenfischen wird das kaum stören.; ausserdem mögen Karpfen diese Plätze besonders. Erst wirft man ein paar schwimmende Köder als Lockfutter ein und wartet. Normalerweise dauert es nicht lange, bis die Karpfen Interesse zeigen. Man sollte nicht zu früh auswerfen, sondern die Karpfen erstmal fressen lassen. Sind die Karpfen noch nicht zutraulich, wirft man weiteres Lockfutter. Wenn das meiste Lockfutter verschwunden ist und die Karpfen weiteres suchen, sollte man auswerfen, aber nicht über den Kopf der Fische, sondern ein bisschen seitlich, dort, wo man den Köder noch gut beobachten kann. Jetzt gilt es, gute Nerven zu haben. Es kommt einer der aufregendsten Momente in der Angelei, wenn ein großer Karpfen auf den Köder zuschwimmt. Man sollte genau in dem Moment anhauen, wenn der Karpfen sein Maul schliesst. Sieht man den Köder nicht, muss angehauen werden, wenn die Schnur zu laufen beginnt.
Brot und Kuchen
In den fünfziger Jahren, als das Oberflächenfische populär wurde, benutzte man Brot als Flocke oder Kruste. Es gibt auch heute sehr viele Gewässer, in denen man mit Brot sehr gute fangen kann, doch nur wenige Angler benutzen es. Heute gibt es sehr viele Oberflächenköder, angefangen von Popcorn, über Nussriegel und Fischfutter wie Forellen-Pellets bis hin zu Hundekuchen und Trockenfutter für Katzen.

Mit Hundekuchen oder Trockenfutter für Katzen kann auf zwei Arten gefischt werden: trocken oder eingeweicht. Trockene Hundekuchen, die kein Loch haben, müssen vorgebohrt und an den Haken gebunden werden. Dabei kann man so viele Kucken anködern, wie man will. Oder die Hundekuchen werden aufgeweicht und dann auf den Haken gespießt.
Man kann Farbe oder einen weiteren Lockstoff beigeben, um den Köder eine individuelle Note zu verleihen. Man gibt 150 ml Wasser in eine Tasse und 10 bis 15 ml Farb- und/oder Duftstoff (“Flavouring”) dazu. Das Wasser wird in den Plastikbeutel gegeben und mit dem Hundekuchen einige Minuten geschüttelt, bis alle Feuchtigkeit aufgenommen ist und der Köder eine gummiartige Konsistenz hat.
Wann und wo
Warme Sommertage sind zum Oberflächenfische ideal. Man kann Karpfen sehen, die sich sonnen oder an der Oberfläche revieren. Karpfen patroullieren oft auf regelrechten Strassen. Man sollte den Köder möglichst auf solchen Strassen platzieren, bevor die Karpfen dort ankommen. Das ist effektiver, als die Fische an einen neuen Platz zu locken oder ihnen den Köder vors Maul zu werfen. Wenn die Karpfen sich nicht bewegen, nutzt man eine leichte Brise, damit der Köder auf sie zutreiben kann. So erregt der Köder am wenigsten Verdacht.
Wenn die Wasseroberfläche gekräuselt ist, und sich kein Karpfen zeigt, gibt man nicht einfach auf, es könnte sogar der beste Tag werden. Man wirft eine Menge Lockfutter aus, das die Möglichkeit hat, über das ganze Gewässer abzutreiben. Oft nehmen Karpfen diese Köder, wenn sie zur Mitte des Gewässers getrieben sind. Die Karpfen folgen den abgetriebenen Ködern bis zum gegenüberliegenden Ufer. Wer an diesem Ufer angelt, hat die Chance, einen ganz großen Karpfen zu fangen.
In den warmen Monaten kann das Nachfischen sehr effektiv sein. Sind Wasservögel in der Nähe, darf man nur dort fischen,wo man den Köder beobachten kann. Man sollte nicht das Risiko eingehen, mitten in der Nacht eine Ente oder einen Schwan zu haken.
Auch der herbst kann eine exzellente Zeit für das Oberflächenfischen sein. Karpfen verbringen jetzt viel Zeit damit, zwischen dem abgefallenen Laub an der Oberfläche Nahrung zu suchen, speziell in Ecken, auf denen der Wind steht. Selbst im Winter ist das Oberflächenfischen an milden, sonnigen Tagen möglich.
Kommentar(1)
Hi,
da schönes Wetter ist werde ich das mal mit Hundekuchen ausprobieren, hoffe es beißt was und danke für die guten Tipps