Raubfischangeln auf Hecht

Im Angelsport in Deutschland kann es wild zugehen.

Angelfreunde wissen es längst, aber ein Laie wäre überrascht zu erfahren, wie aufregend es im Angelsport in Deutschland zugehen kann. Denn neben friedlichen Karpfen, die man einfach nur an den Angelhaken locken muss, haben Deutschlands Flüsse und Seen auch gefährliche Raubfische zu bieten. Allen voran steht der Hecht, der zu den begehrtesten Fängen im ganzen Angelsport gilt. Ob Anfänger oder Profi, auf alle Freunde des Angelsport in Deutschland übt das Fangen von Raubfischen einen ganz besonderen Reiz aus. Schließlich muss man hier Taktik, Geduld, technische Finesse und ein gewisses Maß an Körperkraft aufweisen, um erfolgreich zu sein. Weit fahren muss man dafür aber immerhin nicht, denn der Hecht kommt in vielen, deutschen Gewässern vor.

Der Hecht ist einer der am weitesten verbreiteten Raubfische in Deutschland. Typisch sind der lang gestreckte Körper und das lange Maul. Je nach Lebensraum, Alter und Geschlecht kann er bis zu 150 Zentimeter lang werden und ein Gewicht von mehr als 20 Kilogramm erreichen. Wer einen solch großen Fisch fangen möchte, der braucht dazu einiges an Kraft und Nerven – und natürlich die richtige Ausrüstung. Aber wo findet man den Hecht überhaupt? Die Lebensräume dieses Raubfischs sind vielfältig. Sie mögen es, in Fließgewässern zu leben, allerdings bevorzugt in Ufernähe, wo die Strömung nicht zu stark ist. Auch in Seen und größeren Teichen kann der Hecht vorkommen. Ist das Gewässer besonders groß, kann er sogar in regelrechten Schwärmen auftreten.

Doch wie kann man einen solchen Raubfisch fangen? Wie immer liegt das Geheimnis in der Nahrung des Tieres. Als Raubtier bevorzugt der Hecht alle möglichen Arten von Fisch. Selbst ihre Artgenossen greifen sie an, wenn der Lebensraum kein anderes Futter bietet. Auch Vögel, Frösche und Mäuse stehen bei Gelegenheit auf dem Speiseplan. Bei der Jagd geht der Hecht sehr aggressiv vor. Einmal entdeckt, schießt er der Beute hinterher und schnappt zu. Wer einen Hecht fangen möchte, der geht deshalb am besten mit einem größeren Köder vor, den er durch das Wasser zieht. Hier kann der Raubfisch kaum noch widerstehen. Durch bestimmte Farben oder geruchsintensive Öle am Köder werden für den Hecht zusätzliche Anreize zum Zubeißen gegeben.

Mit dem richtigen Köder allein ist es beim Raubfischangeln allerdings nicht getan. So ein Hecht ist ein kapitales Tier mit viel Kraft. Hängt er einmal fest an der Angel, wird er sich nach Kräften gegen seinen Fang wehren und gegen den Angler anziehen. Standfestigkeit ist hier gefragt, damit man nicht vom Hecht ins Wasser gezogen wird. Gerade, wenn man vom Boot aus auf Fischfang geht, sollte man deshalb immer seine eigene Sicherheit berücksichtigen und eine Schwimmweste tragen. Denn der Angelsport in Deutschland beschränkt sich nicht nur auf das Ufer. Schließlich kann man den Hecht auch mitten im See finden, am Meer sogar im Brackwasser. Eines der beliebtesten Gebiete für den Hechtfang liegt beispielsweise im Rügenschen Bodden. Hier fahren die Schiffe mit modernster Technik aufs Wasser, so dass man selbst bei starkem Nebel noch einen Hecht per Echolot finden kann.

Comments

  1. Januar 3rd, 2011 | 5:47 pm

    Servus Petri Jünger,
    Erstmal danke für den tollen Bericht. Aber ich muss dir auf eine Art widersprechen. Ich bin der Meinung, dass der Köder (Kunstköder) eine entscheidende Rolle beim Hechtangeln spielt. Ich fahre seit Jahren an den Bolmensee nach Schweden, um dort gezielt auf Hecht und Zander zu angeln. Meine Erfahrungen sagen, dass jedes Jahr wenige oder ein bestimmte(r) Köder gut läuft und alle anderen links liegen gelassen werden. Die ersten Tage bin ich meist mit dem rumexperimentieren Beschäftigt. Aber wenn ich erstmal dahinter gekommen bin wie die Fische die Köder Präsentiert bekommen wollen, läuft es eigentlich sehr gut.

    Danke und Gruß von Dennis

  2. Kai
    Mai 20th, 2011 | 8:02 am

    Moin aus Hamburg,

    netter Bericht über das fischen auf Hecht! Komme gerade von der schwedischen Südküste…auch ein sehr interessantes Revier! Waren mit einem Sit on Top Kajak in den Schären unterwegs und haben dort den Hechten nachgestellt.

    Gruß, Kai

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